Aus Lokzirkus wird „Paradome“

Babelsberg (aw). Für das 1899/1900 erbaute Industriedenkmal, den Lokzirkus im Gewerbe im Park (GiP) an der Wetzlarer Straße im Potsdamer Stadtteil Babelsberg ist endlich eine Lösung gefunden worden. Hier wo früher Lokomotiven von „Orenstein & Koppel“ produziert wurden, sollen sich IT-Spezialisten und Medienfachleute die Klinke in die Hand geben. Im Inneren soll eine Art „Glaspalast“ gebaut werden. Neben dem Denkmal soll ein Neubau mit weiteren Büroräumen und einer Tiefgarage für rund 160 Autos entstehen, die beide Gebäude verbindet. Nach den aktuellen Planungen soll das Kuppeldach des Lokzirkus offenbleiben, nur noch die Stahlstreben werden sich wie ein Korsett über die Kuppel wölben. Mitten in der Halle wird ein 1.800 Quadratmeter großes Stahl-Glas-Konstrukt entstehen, das über vier Stockwerke bis hinauf zum Kuppeldach verfügen wird. Zwei Rolltreppen und sechs Fahrstühle in gläsernem Look führen von der Begegnungsfläche hinauf.

Die Sanierung erfolgt in zwei Abschnitten. Zuerst wird die aktuelle Bausubstanz saniert und ausgebaut werden. Dann folgen die Neubauten. Das gesamte Vorhaben wird rund 45 Millionen Euro kosten. Für den Hollywood-Blockbuster „The International“ verwandelte man die Halle 2009 in den Nachbau des New Yorker Guggenheim-Museums. In den 1990er Jahren machte die TV-Sendung „Bios Bahnhof“ hier Station.

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