Aus Fahrzeugelektrik wird Eigenheimstandort

Für die Fahrzeugelektrik-Industriebrache in Chemnitz gibt es seit einiger Zeit konkrete Pläne zur Zukunft. Projektentwickler Jens Zschoche bestätigte jetzt das Vorhaben der Mühlauer LTG-Consultinggesellschaft – die seit 2010 Eigentümer der Brache ist, auf dem Grundstück Einfamilienhäuser und ein Gebäude für betreutes Wohnen bauen zu wollen. Hierfür erarbeitet Zschoche in seinem Architekturbüro die Pläne. Dem dafür notwendigen Abbruch der Gebäude auf dem Gelände muss die Stadtverwaltung noch zustimmen. Diese soll bis Juli über den Abbruch der denkmalgeschützten Immobilie entscheiden, damit der Neubau im kommenden Jahr beginnen kann. Geht es nach der Unteren Denkmalbehörde, könnte mit der Beseitigung der Brache schnell begonnen werden.

Auf dem insgesamt 15.400 Quadratmeter großen Gelände möchte die LTG 13 Einfamilienhäuser mit einer Parzellengröße von rund 800 Quadratmeter errichten lassen. Sechs davon sind laut der Consultinggesellschaft bereits reserviert. An der Fürstenstraße soll der Bau für betreutes Wohnen mit drei Geschossen entstehen, der als eine Art Lärmschutz für die Eigenheime funktionieren soll. Die Direktorenvilla auf dem Gelände, die einem anderen Eigentümer gehört und ebenfalls in einem desolaten Zustand ist, bleibt erhalten. Diese ist nicht Bestandteil der Planungen von Zschoche. Für den Abbruch holt sich die bei solchen Projekten erfahrene LTG die Mühlauer Entsorgungsfirma Lang mit ins Boot. (aw)

Vorheriger ArtikelHeeresbäckerei brannte
Nächster ArtikelArbeiten am Windrad gestartet
André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.