Augsburgs Bahnbetriebswerk erhält Bronze

Augsburg (dsd/aw). Das ehemalige Bahnbetriebswerk in Augsburg hat eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ erhalten. Dadurch soll das fördernde Engagement auch nach Abschluss der Maßnahmen an vorbildlichen Projekten in Erinnerung bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die DSD förderte in den Jahren 2014 und 2015 den nördlichen Ringlokschuppen. Insgesamt stellte die Denkmalschutzstiftung dank der Lotterie GlücksSpirale sowie einer zweckgebundenen Spende rund 160.000 Euro für die Sanierung der Dachtragkonstruktion zur Verfügung. Das Denkmal gehört zu den über 420 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Glücks-Spirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Das Kultur- und Museumsprojekt Bahnpark verfügt über Lokomotiven aus ganz Europa, wahre Schätze der Eisenbahntechnikgeschichte. Heute besteht das auf ausgedehntem Gelände stehende Betriebswerk aus dem von 1904 bis 1906 erbauten nördlichen Ringlokschuppen und weiteren zwischen 1906 und 1908 errichteten Gebäuden, dem Magazin, den beiden Radsatz-Reparaturhallen, der Schmiede, dem Kesselhaus und dem Übernachtungsgebäude. Die Wagenrichthalle wurde 1923/1924 erweitert. Hinzu kamen 1922 die Lokomotivdrehscheibe und 1935 die Triebwagenhalle.

Bereits 1840 wurde die München-Augsburger-Eisenbahn eröffnet. Vier Jahre später erfolgte der Anschluss an die Bahnstrecke von Lindau über Augsburg und Nürnberg nach Hof. Augsburg entwickelte sich nach und nach zu einem der größten Eisenbahnstandorte Bayerns mit Tausenden von Beschäftigten. Der nördliche Ringlokschuppen der ehemaligen Königlichen Bayerischen Staatseisenbahnen ist eines der wenigen, im bauzeitlichen Zustand erhaltenen Gebäude seiner Art und das Herzstück des Bahnbetriebswerks. Das zeittypische Rundhaus hatte ursprünglich 31 Lokomotivstände.
Die Ostfassade ist eine gemauerte Lochfassade, die Westfassade löst sich durch die Stahl-/Glastore zwischen tragenden Betonstützen gewissermaßen auf.

Innen wurde hölzernes Strebewerk verarbeitet. Die charakteristische Form des Gebäudes als Halbkreis mit vorgelagerter Drehscheibe und Sterngleisen geht zurück auf die Anforderungen des Dampflokomotivbetriebs an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhunderts. Die Drehscheibe wurde genutzt, um die Loks in die jeweilige Fahrtrichtung zu drehen und um sie auf die jeweiligen Fahrzeugstände zur Abstellung zu verteilen. Als „Rundhaus Europa“ ist der nördliche Ringlokschuppen künftig eine „Werkstatt der Entdeckungen“.

Dies ist eine Pressemitteilung, die der Redaktion zugeschickt wurde, und die wir zur Information unserer Leser*innen unredigiert übernehmen.

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