Archäologisches Freilichtmuseum Oerlinghausen

Das Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen (AFM Oerlinghausen) hat seinen Ursprung im Jahr 1932, als der Oerlinghauser Historiker Hermann Diekmann nach dem Fund eines Teils einer Siedlung aus der Zeit um Christi Geburt an dem zwischen der Senne und dem Teutoburger Wald liegenden bewaldeten Barkhauser Berg das „Germanengehöft“ eröffnet. Wissenschaftlicher Leiter der Einrichtung wurde 1936 der deutsche Archäologe Hans Reinerth. Heute besuchen etwa 30.000 Menschen jährlich das Freilichtmuseum. Hier finden auch wechselnde Veranstaltungen statt. Träger des Museums ist der Verein Archäologisches Freilichtmuseum Oerlinghausen e. V., der von der Stadt Oerlinghausen und dem Landesverband Lippe unterstützt wird.

Besucher des Museums erleben auf einer Fläche von etwa 1,5 ha nach archäologischen Befunden rekonstruierte Anlagen menschlichen Lebens und Wohnens von der Altsteinzeit bis zum Frühmittelalter. Highlights auf dem idyllisch liegenden Areal sind die Lagerplätze eiszeitlicher Rentierjäger um 10.000 v. Chr., steinzeitliche, bronzezeitliche und eisenzeitliche Wohnstallhäuser – aber besonders das sächsische Langhaus, das nach Befunden aus dem 7. Jahrhundert n. Chr. rekonstruiert wurde. Das Freilichtmuseum ist seit über 30 Jahren bestrebt, neben den Bauten in den einzelnen Zeitabschnitten auch die typische natürliche Vegetation und entsprechende Nutzpflanzen anzubauen. Die Rückzüchtungen mittelalterlicher Weideschweine, die in den historischen Bedingungen angepassten Gehegen gehalten werden, sind eine kleine Attraktion.

Archäologisches Freilichtmuseum Oerlinghausen
Am Barkhauser Berg 2-6, 33813 Oerlinghausen
www.afm-oerlinghausen.de

Dokument-Information
Objekt ID: rp-037500
Kategorie: Museensafari
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Standort: Am Barkhauser Berg 2-6, Oerlinghausen
Baujahr: 1932
Denkmalschutz: ja
Architekt: Hermann Diekmann
Objekt abgerissen: nein
Objekt erfasst: 04.07.2019
Objekt erstellt: 07.07.2019
Letzte Änderung: 07.07.2019
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Aufgrund der Anzahl der Gebäude und deren positive und/oder negative Veränderungen der Bausubstanz im Laufe der Zeit, stellen einzelne Abbildungen (häufig) nicht den derzeitigen Zustand dar. Die Reihenfolge der Bilder ist keine Zeitreihenfolge.

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