Arbeiten am ehemaligen Dietzoldwerk gehen voran

Foto: Mathias Mahnke/mdl Consulting Group

Der Verein HausHalten e.V. formt seit einiger Zeit das ehemalige Dietzoldwerk in Leipzig-Leutzsch an der Franz-Flemming-Straße zu einem „Atelierhaus“ um. Das Modell soll die Grundlage für niederschwellig sanierte Gebäude darstellen. Jetzt können weitere Einheiten (ca. 180 Quadratmeter) im ehemaligen VEB Dietzold Elektroanlagenbau zu gewerblichen Zwecken genutzt werden. Im dritten Obergeschoß sind bereits drei Einheiten bezogen. Ein Wohnen im Atelierhaus ist nicht möglich.

Wände und Decken des Gebäudes werden sandgestrahlt und gröbere Unebenheiten im Fußboden ausgebessert. Aus denkmalschutzrechtlichen Grüden bleiben die alten Metallfenster erhalten und werden in Form eines weiteren, innen vorgesetzten Fensters besser isoliert. Einzelne Mietbereiche (Einheiten) werden durch Mauerwerk abgetrennt und erhalten einen eigenen Sanitärbereich sowie eine seperate Elektroleitung. Mietern ist das Verputzen oder Streichen des sandgestrahlten Mauerwerks nicht gestattet, um den industriellen Charakter des Gebäudes zu erhalten. Die Kaltmiete beträgt laut Exposé 3,00 Euro pro Quadratmeter (für 5 Jahre fest) samt Betriebskostenvorauszahlung von 2,00 Euro pro Quadratmeter.

Bei einem Brand 2010 wurde der gesamte Dachstuhl des ursprünglich 1905 als Metallwarenfabrik errichteten Gebäudes zerstört. Viele Jahre war die wunderschöne Immobilie dem Verfall und Vandalismus ausgesetzt, dann nahm sich der Verein HausHalten dem industriellen Zeitzeugen an. Mehr Informationen unter www.haushalten.org. (aw)