Alte Mainzer Lokhalle feiert 15-jähriges Jubiläum

Alte Lokhalle feiert 15-jähriges Jubiläum. Foto: Weber GbR

Mainz (alm/aw). Das Industriedenkmal, die Alte Lokhalle, ist als Kultur- und Eventlocation lange nicht mehr aus dem Rhein-Main-Gebiet wegzudenken. Mit einer Veranstaltungsfläche von insgesamt fast 2.000 Quadratmetern und einer Kapazität von bis zu 1.500 Personen ist die Veranstaltungshalle ganz besonders auch für die Landeshauptstadt Mainz eine der wichtigsten Adressen. Vor allem aber ist sie auch über die Landesgrenzen hinaus eine gefragte Location für Businessevents aller Art.

Begonnen hat nach Angaben des Betreibers, der Weber GbR, alles mit Helmut Kohl. Einer der ersten Gäste, die nach der Eröffnung im September 2004 den halbkreisförmigen Bau mit der auffälligen Sandsteinverkleidung kennenlernten. 15 Jahre später fehlen nur wenige Namen aus dem Reihen der sogenannten Politprominenz. So lieferten sich neben Bundeskanzlerin Angela Merkel, den Parteigenossen Gregor Gysi und Oskar Lafontaine und viele andere Politiker mal mehr, mal weniger hitzige Diskussionsrunden. Auf Elefantenrunden, Wahlkampf und „Politgrößen“ ist die Alte Lokhalle aber lange nicht zu reduzieren.

Der erste Stein wurde im Jahr 1900 gesetzt und schon drei Jahre später liefen hier die ersten Lokomotiven ein. 1908 war die Erweiterung fertiggestellt, nun konnten acht Loks gleichzeitig gewartet werden. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde die Lokhalle dann stillgelegt. Kaum vorstellbar, dass es bis 2001 dauerte und eine derart besonderes Industriedenkmal so lange brach lag. Dank der Entscheidung Hermann Webers darf man eines der bedeutendsten Bauwerke der Mainzer Stadtgeschichte heute noch erleben. 15 Jahre nach der ersten öffentlichen Veranstaltung im April 2004 steht sie heute für eine der am beeindruckendsten Veranstaltungshallen der Region Rhein-Main. Und gleichzeitig ist sie ohne jeden Zweifel eine Perle der Mainzer Stadtbaugeschichte.

Denkmalschutz und Event

Eine Kombination, die nicht unbedingt auf den ersten Blick zusammenpasst. Insgesamt rund 6 Millionen kostete die dreijährige Sanierung und Modernisierung der Halle die heutigen Eigentümer, die Familie Weber, die das Areal 2001 von der Deutschen Bahn erwarb. Die Halle wurde komplett entkernt, Gräben zugeschüttet, die Fenster behutsam erneuert und mit Doppelglas aufgewertet. Auch das Gelände des Areals rund um die Lokhalle wurde aus dem langjährigen Dornröschen-Dasein erweckt. Die Gebäude von dichtem Bewuchs freigelegt, der Außenbereich gepflastert und wieder neu begrünt. Im Hinblick auf die strengen Vorgaben des Denkmalschutzes war das nicht immer unproblematisch.

„Sicher. Die Auflagen des Amtes für Denkmalschutz waren nicht immer einfach zu nehmen. Heute aber sind wir unendlich froh, dass wir diesen Weg gegangen sind. Dafür haben wir jede Hürde gerne genommen“, so Axel Weber, Inhaber und Geschäftsführer der Alten Lokhalle. Komplettiert wurde die Außenfassade mit dem Kauf der eigenen Lok im Jahr 2008. Gesucht und gefunden könnte man sagen – Die 1934 als Kö 4439 vom Band gelaufene Kleinlokomotive hat auch so einige Geschichten gesammelt.

Heute bringt sie mit Leichtigkeit gleichzeitig eine über hundert Jahre alte Eisenbahntradition mit höchster Professionalität und Komfort für das Eventgeschäft zusammen. Ob bezogen auf die technische Ausstattung in Sachen Licht und Ton oder die idealen Gegebenheiten, wie die hohe Tragkraft des Bodens und die ebenerdige Zufahrt über die großen Toren. Fakten, die sie für Eventplaner zu einer hochmodernen, multifunktionalen Location machen. Hinzukommt das durchdachte und perfekt aufeinander abgestimmte Raumkonzept, welches ihr die Vielseitigkeit und Flexibilität schenkt. Insbesondere der vorgelagerte, lichtdurchflutete Wintergarten sowie der als Eventfläche nutzbare Innenhof sind Garanten für erfolgreiche Events und greifen perfekt ineinander. Mit bis zu 600 Personen feiert man hier Galas, inszeniert Produktpräsentationen oder mehrtägige Fachtagungen. Insgesamt hat die Alte Lokhalle ein Fassungsvermögen von 800 Personen.

Zukunft

Auch 2019 im 15. Jahr ihres Bestehens wird die Alte Lokhalle stetig weiterentwickelt. „Gerade die Eventbranche verändert sich rasend. Man darf nie stagnieren, sich auf das Geleistete verlassen“, so Axel Weber, „erst kürzlich haben wir in unsere Lichttechnik investiert und sind nun weltweit eine der ersten Locations, die ihren Kunden eine GrandMA3 für ihre Veranstaltung anbieten können. Nur so können wir auf diesem Markt konkurrenzfähig bleiben.“ Entwicklungsschritte, die ihren Stellenwert als eine der exklusivsten Eventlocations in der Region weiter stärken.

In den kommenden Wochen reihen sich die Firmenveranstaltungen aneinander. Die dürfen sich schon jetzt auf die Fertigstellung des Zaunes rund um die Lokhalle freuen, der endlich den Blick auf die seelige Kö 4439 freigibt. Und die neue Bepflanzung 100 weißer Rosensträucher im Außenbereich wird garantiert nicht unbemerkt bleiben. Und mit der Installation einer Ladesäule von 2 x 22 kW für Elektroautos sollte dann auch noch die umweltfreundliche Anreise gesichert sein.

Mehr Informationen unter www.lokhalle-mainz.de

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