Ärger um Abbruchpläne für „Rotes Vorwerk“

Oschatz (aw). Die Stadt möchte in Oschatz (Landkreis Nordsachsen) das denkmalgeschützte „Rote Vorwerk“ abreißen lassen, um Platz für eine Turnhalle und Parkplätze zu schaffen. Gegen diese Pläne, dies ähnlich schon Anfang der 2000er Jahre gab, laufen die die Untere Denkmalbehörde des Landkreises Nordsachsen und das Sächsische Landesamt für Denkmalpflege Sturm. Für beide hat das Gebäude einen hohen Denkmalwert und ist somit unbedingt erhaltenswert. Von dem ursprünglichen Vierseitenhof aus dem 16. Jahrhundert existiert nur nach das Vorderhaus und Mauerreste.

Nach Angaben der Denkmalschützer bleibt laut dem Sächsischem Denkmalschutzgesetz der Denkmalwert auch erhalten, wenn nur noch Spuren der ehemaligen Bausubstanz sichtbar sind. Der Stadtrat hat nun grünes Licht für Verhandlungen mit den Behörden gegeben. Jürgen Mühlberg (CDU) stellte die Frage, ob man die Behörden einfach übergehen könne und Bauamtsleiter Michael Voigt verweist auf die Bemühungen des Städte- und Gemeindetages, wonach Gebäude, die mehr als zehn Jahre leer stehen, von der Denkmalliste gestrichen werden.

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