Adeliges Kloster in Uetersen erhält Fördermittel

Impressionen vom Adeligen Kloster in Uetersen. Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert

Uetersen (dsd/aw). Einen Fördervertrag über 25.000 Euro für die Zimmererarbeiten bei der Sicherung und denkmalgerechten Sanierung der Fachwerkfassade, des Gefachmauerwerks und der Mauerwerk-Fundamente an der rechten Gebäudehälfte des Vorwerks des Adeligen Klosters in Uetersen überbrachte jetzt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD). Das Adelige Kloster in Uetersen ersetzte das 1235 gegründete Zisterzienserinnenkloster. Die heutige Anlage prägen die einzelnen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert stammenden Konventualinnenhäuser, die sich in einem parkartigen Gelände um die spätbarocke Klosterkirche von 1748/1749 gruppieren.

Das Ursprungsgebäude Klosterhof 2 entstand in der Zeit zwischen 1760 und 1820 in unmittelbarer Nähe des Priorinnengebäudes. Gegründet auf Felssteinen errichtete man ein Sockelfundament aus Backsteinen, das als Außenmauerwerk in Muschelkalk fortgeführt wurde. Teile der ehemals südlichen Außenmauer und die Innenwände sind Fachwerkkonstruktionen. Das Walmdach ist eine Kehlbalkenkonstruktion. Die geordnete Fensteraufteilung der barocken Fenster prägen das Gesicht des Hauses in den herrschaftlichen Proportionen der Gebäudehöhe und dem aufragenden Dach. Um 1850 ergänzte man das Gebäude nach Südosten hin um einen Winkelanbau. Hinter dem Haus entstand dazu zeitgleich eine Remise. In der Gründerzeit wurde das Gebäude nochmals verlängert zur Schaffung neuen Wohnraums. Heute zeigt sich das Gebäude in einer gründerzeitlichen Prägung mit einigen schlichten barocken Ausstattungsstücken.

Das Klostervorwerk in der Marktstrasse 26, das die von Wasser umgebene Klosteranlage von Nordosten erschließt, wurde 1818 von dem Architekten Friedrich Christian Heylmann als eingeschossiger Fachwerkbau mit stein-sichtiger Backsteinausfachung errichtet. Die symmetrisch gegliederte Straßenfassade gliedert ein breites Zwerchhaus mit Walmdach. Das ehemalige Wirtschaftsgebäude des Klosters hatte eine Remise für Kutsche und Pferde, Wohnungen für Klosterbedienstete und zwei Gefängniszellen. Heute befinden sich dort Wohnungen und die Werkstatt des Klosters.

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