Abbruch der Papierfabrik Hermes verzögert sich weiter

Düsseldorf (aw). Eigentlich sollte die ehemalige Papierfabrik Hermes im Düsseldorfer Hafen nach den vielen Bränden bis Ende des letzten Jahres abgerissen sein. Passiert ist jedoch nichts. Wie der aktuelle Eigentümer, die Rialto Capital AG mit Sitz in Köln mitteilt, sind zwar der Abbruchantrag sowie die notwendigen Gutachten eingereicht, jedoch haben sich einige Prozesse verzögert. Das Konzept für eine neue Bebauung steht ebenfalls, hier möchte man sich aber derzeit noch nicht im Detail äußern. Die Aktiengesellschaft wollte ursprünglich einen Teil der historischen Hallen erhalten. Die vielen Brände haben jedoch so große Zerstörungen angerichtet, dass nun alles wegkommt.

Von 1911 bis 2010 fertigte die Firma Hermes in ihrer Papierfabrik Pappe für Kartons. 2008 ging das Unternehmen in die Insolvenz, konnte die finanziellen Verbindlichkeiten jedoch nicht mehr bedienen. Hermes schloss seine Tore. Seit dem Leerstand verschafften sich immer wieder Kabeldiebe, Vandalen, Graffitisprayer und Fotografen gewaltsam Zutritt. 2015 und 2016 folgten zahlreiche Brandstiftungen (wir berichteten mehrfach).

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