Abbruch auf Marinefliegerhorst geht weiter

Ehemaliger Fliegerhorst Sylt. Foto: Screenshot/GoogleMaps

Die Abbrucharbeiten auf dem ehemaligen Marinefliegerhorst auf der Insel Sylt gehen weiter. Nachdem Ende August das Englische Kino entfernt wurde, mussten für weitere Arbeiten Bodenproben entnommen werden, um mögliche Altlasten festzustellen. Die Analyse ergab jedoch nur eine geringe Schadstoffbelastung, sodass die Arbeiten jetzt wie geplant weitergehen können. Derzeit sind die Bagger mit dem Abbruch an der Halle 44 beschäftigt, dann sollen ein Trafohäuschen, das Gebäude 65 und als größeres Vorhaben die zentrale Halle 25 entfernt werden. Hinzu kommen Baggerarbeiten an den Zuwegungen.

Um weitere illegale Müllabladungen zu vermeinden – auf dem Gelände wurden in der vergangenen Zeit enorme Mengen Sperrmüll und Unrat entsorgt – werden rings um das ehemalige Militärgelände zusätzliche Zäune errichtet. Zudem soll noch im Oktober am Hauptzugang Richtung Golflatz ein Rolltor mit ständiger Nutzerkontrolle installiert werden. Für die zentrale Halle 25 liegt derzeit ein Abbruchantrag vor, über den die untere Denkmalschutzbehörde entscheiden muss. Die Kosten in Höhe von etwa 250.000 Euro wurden vom Bauausschuss bereits beschlossen und sollen in den Haushalt für 2016 eingestellt werden.

Um die anfallenden Erd- und Schuttmengen optimal zu recyceln, wurden Siebanlagen platziert. Laut Umweltamt ist die strikte Trennung der Baustoffe aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Materialien ein enormer Aufwand. Bisher hat man zusätzlich auf dem ehemaligen Militärgelände 509 Bodenproben entnommen und 53 Analysen gestellt. Nur etwa 600 Kubikmeter sind mittelbelastet (Z2) und werden bis Ende dieses Jahres entfernt. Dazu kommen etwa 5.100 Kubikmeter minderbelastete Böden (Z1). Auch diese werden bis Ende des Jahres verschwunden sein, oder auf verseigelten Flächen vor den Hallen 25 und 28 zwischengelagert. (aw)

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