45-minütige Dokumentation zur ibug 2019 erschienen

Foto: Bildmontage, Screenshot YouTube

Reichenbach (aw). Die Industriebrachenumgestaltung (ibug) – ein Festival für urbane Kunst, fand 2019 an zwei Wochenenden auf dem Areal des ehemaligen Bahnbetriebswerks Reichenbach (Vogtland) statt (wir berichteten mehrfach). Vom 23. bis zum 25. August sowie vom 30. August bis zum 1. September 2019 verwandelten zur 14. Ausgabe des Festivals 80 Künstler*innen und Kollektive aus Deutschland und der ganzen Welt das Areal innerhalb einer Woche in ein buntes Gesamtkunstwerk aus Malerei und Graffiti, Illustrationen und Installationen, Performance und Multimedia. Seit dem ersten Quartal 2019 hatten freiwillige Helfer*innen das Gelände für die einwöchige Kreativphase auf Vordermann gebracht. Neben vielen Interessierten aus der Region fanden auch Kunstbegeisterte aus ganz Deutschland und dem Ausland den Weg ins Vogtland. 10.000 Besucher waren es, nach Angaben des Veranstalters.

Jeder, der das Kunstfestival besuchte, kam auf einem weitläufigen Areal in den Genuss von beeindruckenden Kunstwerken und einem umfangreichen Rahmenprogramm. Dieses beinhaltete neben Filmen und Vorträgen auch einen Kunstmarkt, einen Biergarten und Musik. Jetzt ist eine 45-minütige YouTube-Dokumentation erschienen, die das vergangene Festival noch einmal eindrucksvoll beleuchtet. „Broken Window Theory“ – so nennen sich die YouTuber samt gleichnamigen Kanal, die hochauflösende Videos rund um das Thema „Lost Places“ und „Urban Exploration“ in ganz Europa fertigen. Die Macher des Kanals haben seit dem Start zahlreiche Videos ihrer „Abenteuer“ veröffentlicht und konnten in dieser Zeit mehr als 5,3 Mio. Aufrufe ihrer Videos generieren.

Dokumentation über die ibug 2019 auf YouTube

So sehr man über den bisherigen Content konstruktiv diskutieren könnte und sollte, so gelungen ist der neueste Streich der YouTuber. In „ibug 2019 – Abandoned Structures turned into Art Festival“ erhält der Zuschauer einen Rückblick des Kunstfestivals, bequem per Fernbedienung, Mausklick oder per tippen auf dem Smartphone. Nach eigenen Angaben hat „Broken Window Theory“ 75 Stunden damit verbracht, die Dokumentation zu schneiden und zu bearbeiten. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Das YouTube-Video ist eine Hommage an die Veranstaltung an sich, die Organisatoren und Planer, aber vor allem an die teilnehmenden Künstlerinnen. Neben raffinierten Schnitten, rasanten Drohnenflügen und liebevoll inszenierten Kamerafahrten und Totalen, überzeugen vor allem die Interviews mit den Verantwortlichen sowie den lokalen und internationalen Künstler*innen. Auch Besucher kommen zu Wort. Es ist aber in erster Linie das wunderbar durchdachte Storyboard des Films und der konsequente rote Faden, der die Dokumentation ausmacht.

Seit der ersten ibug im Jahr 2006 hat sich die Veranstaltung zu einem weltweit bekannten Festival für urbane Kunst entwickelt. Traditionell am letzten Augustwochenende wird dafür eine Brache in Westsachsen als temporäre Ausstellung freigegeben. Im Fokus der internationalen Künstler*innen steht das Experiment mit Genres, Materialien und Techniken ebenso wie die Vergangenheit der Brache und ihre Architektur.

Die Dokumentation über die ibug 2019 gibt es bei YouTube unter www.youtube.com/watch?v=VfJU2MZUexM

Mehr Informationen unter www.ibug.art.de

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