20. Bergbau- und Montanhistorik Workshops auf Zollern

Zeche Zollern. Foto: rottenplaces Archivfoto.
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Dortmund (aw). 2018 schließen die letzten beiden deutschen Steinkohlezechen in Bottrop und Ibbenbüren. Damit geht eine prägende Epoche der Industriegeschichte nicht nur in der Bundesrepublik, sondern vor Allem im Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen zu Ende. Die Trauer über den konsequenten Niedergang der Zechen, die einst Zehntausenden Menschen Lohn und Brot bescherten, ist gerade bei den Kumpels groß. Gerade heute besteht ein besonderes Interesse, das bedeutendste Montanrevier Europas noch in Betrieb zu erleben, aber auch den bereits erfolgreich eingeleiteten Strukturwandel vor Ort zu studieren.

Aus diesem Grund findet die Jubiläumsveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen des Internationalen Bergbau- und Montanhistorik-Workshops im Ruhrgebiet statt. Vom 03. bis zum 08. Oktober gastiert das Veranstaltungsformat im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund-Bövinghausen. Neben Fachvorträgen zu bergbaulichen, montanhistorischen und sozialgeschichtlichen Themen werden Exkursionen zu Stätten des Montanwesens über und unter Tage im Ruhrgebiet angeboten. Erfahrungsgemäß waren diese Workshop-Veranstaltungen immer auch Impulsgeber für Wissenschaft und Wirtschaft der jeweiligen Region.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), der RAG Aktiengesellschaft, dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, dem Bergbauarchäologischen Verein Ruhr, dem Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier sowie zahlreichen weiteren Museen und Vereinen der Region statt. Die Schirmherrschaft übernimmt Frau Karola Geiß-Netthöfel, Regionalverband Ruhr.

Internationaler Bergbau Workshop

Das montanhistorische Netzwerk unter dem Arbeitstitel „Internationaler Bergbau-Workshop“ extistiert seit dem Jahr 1998 und findet jährlich statt. Interessierte Vereine und Privatpersonen haben sich zusammengetan, um sich gegenseitig auszutauschen und neue Informationen auf dem Gebiet der Montanhistorik zu sammeln. Das Netzwerk wird entsprechend dem Wunsch der Mehrheit der Mitglieder mit einem minimalen organisatorischen und formalen Aufwand betrieben. Daher steht der partnerschaftliche Informationsaustausch im Vordergrund.

Nicht nur während der Workshops lebt das Netzwerk von einem lebendigen Austausch. Mit der Internetseite www.montanhistorik.de verfügt das Netzwerk über eine leistungsfähige Kommunikationsplattform. Dieses Netzwerk steht allen Interessenten der Montanhistorik, gleich ob aus Forschungsvereinen, Besucherbergwerken, Studiengruppen oder auch als Einzelpersonen offen. Wir hoffen auf eine weitere aktive Mitarbeit und kollegiale Unterstützung unseres Vorhabens.

Diverse Vorträge und Exkursionen

Im Rahmen der diesjährigen 20. Bergbau- und Montanhistorik Workshops auf Zollern finden diverse Veranstaltungen, Grubenfahrten und Vorträge statt. Eine detaillierte Übersicht zum Programm finden Sie auf der Webseite. Zu den einzelnen Vorträgen gelangen Sie auf www.montanhistorik.de/workshop-2017/vortraege, zu den einzelnen Exkursionen gelangen Sie hier.

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