20 atemberaubende Bauten des Brutalismus

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In den 50er Jahren schaffte man Betonklötze, um möglichst viele Menschen unterzubringen. Le Corbusier experimentierte mit Plattenbauten in den USA, andere erschufen Großraumbüros. Es wirkte, als erprobe man einen neuen Baustil und warte auf die Resonanzen. Während Großraumbüros nachweislich krank machen, entwickelten sich Plattenbauten – die wie Legebatterien wirkten – zu sozialen Brennpunkten, zogen Vandalen an und die Kriminalität erhielt Einzug. Man entschied sich also, die Wohnbetonklötze abzureißen. Es entstanden weltweit Bauwerke, die den Baustoff Beton in seiner Ursprünglichkeit und Rohheit betonten und noch heute betonen. Beton brutal – der Kreativität der Architekten schienen keine Grenzen gesetzt zu sein. Die baugeschichtliche Forschung – gerade auch beim Brutalismus – trägt erheblich zur Fundierung des Denkmalschutzes für die dem Baustil zugehörigen Bauten bei.

Der Begriff Brutalismus (Ableitung von „béton brut“, wörtlich „roher Beton“ – dem französischen Ausdruck für Sichtbeton) wurde 1950 vom schwedischen Architekten Hans Asplund geprägt. Weltweit bekannt machte den zum Architekturstil der Moderne zugehörigen Baustil der schweizerisch-französischer Architekt, Architekturtheoretiker und Stadtplaner Le Corbusier. Obwohl der Brutalismus als ein fester Teil des kulturellen Lebens angesehen wird, galten die zugehörigen Bauwerke lange Jahre als Bausünden – wurden geliebt und gehasst zugleich. Der Brutalismus hatte seine Blütezeit zwischen 1953 und 1967 und löste die internationale Moderne der Nachkriegszeit ab. Die von den britischen Architekten Alison und Peter Smithson geschaffene Smithdon Highschool in Hunstanton gilt als erster brutalistischer Bau in der Geschichte.

Bauwerke im brutalistischen Stil finden sich auf der ganzen Welt. 20 spektakuläre Konstrukte zeigen wir in diesem Blogpost.

Interessante Links

www.brutalismus.com
www.sosbrutalism.org
fuckyeahbrutalism.tumblr.com

Bildquellen

01. Hochhaus Lister Tor „Bredero-Hochhaus“, Hannover
Foto: AxelHH
02. Biblioteca Nacional de la República Argentina, Argentinen
Foto: Evelyn Proimos/CC BY 2.0
03. Filialkirche, sogenannte „Wotruba-Kirche“, Wien
Foto: Thomas Ledl/CC BY-SA 3.0
04. Robarts Library, University of Toronto, Kanada
Foto: University of Toronto
05. Habitat 67 de Moshe Safdie, Montreal
Foto: Cobcierge.2C/CC BY-SA 3.0
06. Olympisches Stadion, Montreal
Foto: Tony Hisgett/CC BY 2.0
07. Universitätsklinikum Köln, Bettenhaus
Foto: Willy Horsch/CC BY 3.0
08. Hotel Intercontinental und Union Investment (links), Frankfurt
Foto: Eva K./GFDL 1.2
09. Ihme-Zentrum, Hannover
Foto: ChristianSchd/CC BY-SA 3.0
10. Terneuzen Rathaus, Niederlande
Foto: Friedrich Tellberg/CC BY-SA 3.0
11. Forum Hotel Krakau, Polen
Foto: Radoslaw Ziomber/CC BY-SA 3.0
12. Balfron Tower, London
Foto: Sebastian F./CC BY-SA 3.0
13. Institute of Advanced Legal Studies, Uni London
Foto: Smuconlaw/CC BY-SA 3.0
14. Genex Tower (Western City Gate), Belgrad
Foto: Michael Angelkovich/CC BY-SA 3.0
15. Geisel Library, San Diego
Foto: Fastily/CC BY-SA 3.0
16. Hôtel du Lac, Tunis
Foto: Stefan Krasowski/CC BY-SA 2.0
17. Torre Velasca, Mailand, Italien
Foto: Uwe Aranas/CC BY-SA 3.0
18. Ministry of Highways, Georgien
Foto: Matt Bateman/CC BY-SA 2.0
19. Sanatorium Kurpaty in Jalta, (Autonome) Republik Krim
Foto: Dimant/CC BY-SA 3.0
20. Orange County Government Center, New York
Foto: Daniel Case/CC BY-SA 3.0

 

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.

3 Kommentare

  1. Meine Uni ist ebenfalls in diesem Stil erbauen (Ruhr-Uni Bochum). Am Anfang fand ich es hässlich, aber hat auch irgendwie was. Gibt aber natürlich auch viel plumpes, hässliches Gedönse aus nacktem Beton.

    Die Geisel Library z.B. sieht doch super aus – also interessant, nicht schön. Die als „Lost Place“ hätte ich auf jeden Fall extrem gerne mal als Fotomotiv.

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