100 Jahre Bauhaus: NRW-Webseite zum Jubiläum

Ehem. Hauptgebäude VerSeidAG in Krefeld/Fotomontage. Foto: Arch2all/rottenplaces.de

Köln/Münster (lwl/aw). Beim Stichwort „Bauhaus“ denkt so mancher an eine Baumarktkette, doch nur Fachversierte an das Thema Baustil oder Architektur als Gesamtkunstwerk. Seinen Ursprung hat das Bauhaus in Weimar, entstanden durch die Vereinigung der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule Weimar mit der 1907 von Henry van de Velde gegründeten Großherzoglich-Sächsischen Kunstgewerbeschule Weimar. Sie wurde zum direkten Vorläufer des Bauhauses. 1919 gründete Walter Gropius das Staatliche Bauhaus als Kunstschule in der Universitätsstadt. Das Bauhaus bestand bis 1933 und gilt heute weltweit als Heimstätte der Avantgarde der Klassischen Moderne auf allen Gebieten der freien und angewandten Kunst und Architektur.

2019 feiert das Bauhaus

Doch „Bauhaus“ war nicht nur Sachsen-Anhalt, Thüringen oder Berlin. Auch im Rheinland und in Westfalen sind bedeutende Zeugnisse der „berühmtesten Reformschule“ zu finden.
Eine neue Webseite präsentiert neben vielen anderen Highlights Haus Lange, Haus Esters und das Verseidag-Gebäude in Krefeld, drei von neun Bauten, die Mies van der Rohe in Europa realisieren konnte, ebenso wie das Landhaus Ilse in Burbach im Siegerland, den zeitgenössischen Nachbau des „Hauses am Horn“, Musterhaus der ersten Bauhaus-Ausstellung von 1923. Interessierte können außerdem das HeinrichNeuyBauhausMuseum im westfälischen Steinfurt, das einzige Bauhaus-Museum im Westen, entdecken. Denn Bauhaus meint(e) mehr als nur moderne Architektur. Bauhaus war und ist auch eine Idee.

„Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau! […] Architekten, Bildhauer, Maler, wir alle müssen zum Handwerk zurück! […] Der Künstler ist eine Steigerung des Handwerkers.“ Walter Gropius: Bauhaus-Manifest

Bauhaus-Jubiläum

Das 100-jährige Bauhaus-Jubiläum ist ein bundesweites Kulturereignis mit internationaler Strahlkraft. Für Nordrhein-Westfalen hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft gemeinsam mit den Landschaftsverbänden Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) die Projektkoordination für „100 jahre bauhaus im westen“ übernommen. Schirmherrin des Projekts ist NRW-Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. Ab sofort ist die Webseite www.Bauhaus100-im-westen.de online. Die Webseite präsentiert alle Ausstellungen und Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen im Bauhaus-Jubiläumsjahr. 2019 jährt sich zum 100. Mal die Gründung der Bauhaus-Reformschule, der wohl berühmtesten Kulturinstitution Deutschlands.

Bauhaus100-im-westen.de informiert über die Wurzeln und Kontexte der Bauhausidee in Rheinland und Westfalen. Die Seite gibt auch zahlreiche Tipps zu facettenreichen Ausstellungen im Jubiläumsjahr: In der Alten Synagoge Essen wird bereits ab dem 13. September 2018 die Präsentation „Josef Rings und Erich Mendelsohn: Neues Bauen in Deutschland und in Erez Israel“ gezeigt, im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster spannt die Ausstellung „Bauhaus in Amerika“ ab 9. November den Bogen von Licht- und kinetischer Kunst über den Experimentalfilm bis hin zur Tanz- und Performancekunst. Im Dezember folgen das NRW-Forum Düsseldorf mit „Bauhaus und die Fotografie“ sowie die Bundeskunsthalle in Bonn mit „Kino in der Moderne. Film in der Weimarer Republik“. Informationen über rund 40 Ausstellungen sowie ein Veranstaltungskalender runden das Angebot ab.

Alle Infos auf www.bauhaus100-im-westen.de

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