100 Jahre altes Wohnhaus fällt

Unna (aw). Die Stadtbetriebe Unna schaffen Platz für den benötigten Neubau an der Viktoriastraße. Zunächst erfolgt der Abriss einer alten Fahrzeughalle, danach wird ein über 100 Jahre altes Wohnhaus, das für Verwaltungszwecke genutzt wurde, abgerissen. Mit einem dreigeschossigen Verwaltungsneubau und einer modernen Halle will der städtische Servicebetrieb die jahrelangen Provisorien beenden.

Der Betriebshof war seit 1960 auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage gewachsen. Im Zuge der Gründung der Stadtbetriebe Unna zum 1. Januar 1995 wuchsen auch die Aufgaben. Der Betrieb kümmerte sich seitdem um die Abfallwirtschaft, Abwasserwirtschaft, Straßenreinigung, das Friedhofswesen, die Gewässerunterhaltung, den Hochwasserschutz, die Grünflächenpflege und die Straßenunterhaltung. Für die Verwaltung des Betriebes wurden Räumlichkeiten auf der gegenüberliegenden Straßenseite in einem Industriegebäude angemietet. 2015 wurde festgestellt, dass dieses Industriegebäude mit Aluminiumsilikat-Fasern belastet ist, was einen hohen Aufwand an Reinigung und Messungen in den vergangenen Jahren erforderte. Eine andere Unterbringung war aus diesem Grund notwendig.

Die Stadtbetriebe haben Alternativen geprüft: die Anmietung anderer Räume, den Neubau an einem ganz anderen Standort oder den Neubau eines Verwaltungsgebäudes samt einer neuen Fahrzeughalle auf dem eigenen Betriebsgelände an der Viktoriastraße 11. Insbesondere logistische und Kostengesichtspunkte sprachen für den Neubau auf dem eigenen Betriebsgelände. Der Rat der Kreisstadt Unna stimmte für den Neubau auf eigenem Grund.

So sollen 2019 auf dem Grundstück ein Verwaltungsgebäude mit 1.120 Quadratmetern Bürofläche und eine frostfreie Fahrzeughalle mit 240 Quadratmetern entstehen. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 4.580.000 Euro.

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